Moussaka-Tarte oder: Griechenland trifft Hefeteig

Zutaten für 1 Tarte Ø 28 cm:

Hefeteig:
220 g Mehl (ich hatte 50 g Roggenmehl Type 970, 150 g Dinkelmehl Type 630)
10 g Hefe (1/4 Würfel)
1/2 TL Salz
1 EL Öl
ca. 120 ml Wasser

Belag:
ca. 500 g Auberginen (2 kleine)
Salz

2 mittelgroße Kartoffeln (oder übrige Pellkartoffeln vom Vortag)

Olivenöl

200 g Rinderhack (alternativ vom Lamm)
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 gehäufter TL edelsüßer Paprika
3 Wacholderbeeren
1 Handvoll Oreganoblätter und 3 – 4 Salbeiblätter
2 Fleischtomaten (alternativ und einfacher: 200 g gehackte Tomaten aus der Dose)
2 EL Tomatenmark
70 ml Weißwein
1/2 TL Zucker
1 Prise Zimt
Salz, Pfeffer
1/2 Tasse Semmelbrösel
2 EL geriebener mittelalter Gouda

5 – 6 Cocktailtomaten in Scheiben

Béchamel-Sauce:
2 EL Butter
2 EL Mehl
250 ml Milch
1 Eigelb
70 ml Sahne
1 gehäufter EL geriebener mittelalter Gouda
Salz, Pfeffer

Und so geht’s:

Wasche die Auberginen, entferne Stiel und Blüte und schneide sie quer in runde Scheiben, 1/2 cm dick, die größten Scheiben kannst Du evtl. auch halbieren. Salze sie gut und lass sie ca. 15 min stehen und Wasser ziehen.

Schäle die Kartoffeln und schneide oder hoble sie in gleichdicke Scheiben, brate sie in etwas Olivenöl unter Wenden goldgelb. Salze sie leicht und nimm sie aus der Pfanne. Genauso gut kannst Du kalte Pellkartoffeln vom Vortag nehmen, die brauchst Du dann nicht mehr zu braten, nur noch in Scheiben scheiden.

Überbrause die Auberginen in einem Sieb und tupfe sie trocken. Brate dann die Scheiben in Olivenöl  ebenfalls goldgelb und lass sie auf Küchenkrepp abtropfen.

Schäle und schneide inzwischen die Zwiebel und Knoblauchzehe klein. Zerdrücke die Wacholderbeeren mit einem Messer und dem Druck des Handballens und hacke sie noch etwas klein. Ich finde, das rentiert sich kaum im Mörser.

Knete jetzt den Hefeteig und lass ihn bei Raumtemperatur stehen, bis er benötigt wird.

Falls Du Fleischtomaten verwendest, übergieße sie mit kochendem Wasser, lass sie 5 min ziehen, gieße sie ab, schrecke sie in kaltem Wasser ab, häute sie und schneide sie dann in kleine Würfel, entferne dabei den Stielansatz. Bei Dosentomaten erübrigt sich dieser Schritt natürlich.

Für das Hackfleischragout brate nun die kleingeschnittene Zwiebel in etwas Olivenöl glasig, gib am Ende den Knoblauch dazu und gleich darauf das Hackfleisch. Brate es unter Rühren bröselig (wenn Du magst, lass es etwas Farbe nehmen, ich selbst liebe den Geschmack von Röstaromen), rühre den Paprika unter.

Hacke währenddessen den Oregano und den Salbei klein.

Verrühre den Wein mit dem Tomatenmark und gib ihn zusammen mit den zerdrückten Wacholderbeeren zum Hackfleisch. Würze alles mit dem gehackten Oregano, Salbei, Zucker, Zimt, Salz und Pfeffer, gib die gehackten Tomaten dazu und lass das Ragout etwa 10 min köcheln.

Schneide währenddessen die gewaschenen Cocktailtomaten in Scheiben.

Wenn das Ragout fertig geköchelt hat, rühre noch die Semmelbrösel und den Käse unter, nimm die Pfanne vom Herd.

Für die Béchamel-Sauce zerlasse die Butter in einem Topf, rühre das Mehl ein und lass es hellgelb werden, gieß nach und nach die Milch unter ständigem Rühren zu, lass die Sauce kurz köcheln. Verquirle Sahne und Eigelb, rühre diese Eiersahne unter, streue den Käse ein und würze ebenfalls mit Salz und Pfeffer. Lass die Sauce nicht mehr zum Kochen kommen.

 

Rolle den Hefeteig auf der bemehlten Arbeitsfläche groß genug rund und dünn aus, dass Du damit die gefettete, leicht bemehlte Tarte-Form mit Rand auslegen kannst. Dabei den Boden nicht zu dünn machen, damit er beim Herausstürzen später nicht reißt. Insgesamt ist es etwas mehr Teig als benötigt, lieber schneidest Du überstehenden Rand einfach ab, statt Dich wegen zu wenig Material ärgern zu müssen.

Belege nun den Hefeteigboden  in einem dir gefälligen Muster abwechselnd mit den gebratenen Auberginen, Kartoffelscheiben, und den in Scheiben geschnittenen Cocktailtomaten und verteile das Hackfleisch, zum Teil auf den Auberginenscheiben, zum Teil pur auf dem Teig oder einfach so, wie es dir gefällt.

Steche mit einer Gabel Löcher in den Hefeteigrand, damit der Teig nicht zu sehr aufgeht.

Verstreiche die Béchamel-Sauce auf der fertigbelegten Tarte und backe sie in Ofenmitte ca. 45 min, bis die Béchamel-Schicht oben schön Farbe genommen hat. Evtl. nimmst Du ganz kurz den Oberhitzen-Grill dazu. Lass die Tarte nach dem Backen 15 min. in der Form ruhen, dann kannst Du sie mit Hilfe einer Platte auf ein Brett geben, um sie in Stücke zu schneiden.

 

 

Ich finde, die Tarte ist wirklich schön geworden. Ja, sie macht schon ein bisschen Arbeit, aber die Mühe ist es auf alle Fälle wert, da sie einfach besonders ist. Besonders deshalb, da wegen der kreisförmig dachziegelartig eingeschichteten Zutaten jeder Bissen von so einem “Tortenstückchen” ein bisschen anders schmeckt.

Tipp 1: Wer es einfacher haben möchte, spart sich das mühevolle Einschichten, mischt einfach alle Zutaten, gibt sie auf den Hefeteig und bestreicht alles mit Béchamel-Sauce.

Tipp 2: Für die traditionelle Moussaka in einer großen Auflaufform – also ohne Hefeteig als Boden – nimmst du einfach nur die doppelte oder gar 3fache Menge der Füllung.

Diese hübsche Le Creuset Tarte-Form wurde mir freundlicherweise kostenlos vom Onlineversand Kochen-Essen-Wohnen zur Verfügung gestellt. Die Verlinkung auf diesen Versand bedeutet keine qualitative Beurteilung dieses Onlineversandes, sie ist Werbung als vereinbarte Gegenleistung für die zur Verfügung gestellte Tarte-Form. Die Qualität der Form ist richtig gut, die Tarte hat sich wunderbar aus der Form gelöst. Allerdings würde ich für die meisten Tartes oder Quiches immer eine Springform bevorzugen, da diese einfacher zu handhaben ist.

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